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Eishockey Allgemein

Suomi Hockey Blog 13/14-003



Rund 20 Spiele sind in der laufenden Saison in Finnlands höchster Liga gespielt. Bis jetzt gibt es drei grosse Überraschungen mit den Namen Pelicans Lahti, SaiPa Lappeenranta und Ilves Tampere. Wie jede Saison liegt der Grossteil der Tabelle eng beisammen. 

Altmeister Hannu Aravirta ist es in Lahti gelungen, aus den designierten Underdogs der heurigen Saison eine bisher schlagkräftige Truppe zu formen. Im September verlor die Mannschaft kein einziges ihrer acht Spiele, führte die Tabelle dementsprechend überlegen an. Im Oktober setzte es fünf Niederlagen, eine davon in Overtime. Überragend agierte bisher der Tscheche Radek Smolenak, der mit 14 Toren und 5 Assists nicht nur die teaminterne Punkteliste, sondern auch die ligaweite Scoererwertung anführt. Ebenfalls stark präsentierte sich Goalie Jede Myllyniemi, der 92, 61% der auf sein Tor abgegebenen Schüsse entschärfen konnte, und somit im Spitzenfeld der Liga zu finden ist.

Ganz stark präsentierte sich bisher SaiPa, das in den vergangenen Saisonen eine stetige positive Entwicklung vorweisen kann. Aktuell findet man die Mannschaft von Pekka Tirkkonen auf dem zweiten Tabellenrang. Nachdem in Lappeenranta Patrick Davis lange Punktbester Spieler seines Teams war, hat diese Position nun Kapitän Ville Koho mit fünf Toren und elf Assists in 21 Spielen übernommen. Torhüter Andreas Bernard erzählte im Interview mit THEFANBLOG, dass die Einsatzbereitschaft des Teams die grosse Stärke sei.

Die Stärke unseres Teams ist meines Erachtens unser Teamgeist und der unbedingte Wille, zu gewinnen. Wir spielen konstant mit vier Linien, alle kämpfen um jeden Puck und geben in jedem Shift hundert Prozent. Sobald man nicht mehr bereit ist, an die Schmerzgrenze zu gehen, wird es schwierig, ein Spiel zu gewinnen. (Andreas Bernard)

Etwas ins Stocken geraten ist der Erfolgsrun von Ilves – nachdem man sich lange im Spitzenfeld der Liga halten konnte, rangiert das Kellerkind der letzten drei Saisonen nun auf dem siebenten Platz. Star im dortigen Team ist mit Michael Keränen ein erst 23-jähriger Stürmer. Zudem zeigte Goalie Ville Kolppanen bisher hervorragende Leistungen (GAA 1.59, SVS% 0.948). 

Die grosse Enttäuschung der Spielzeit 2013/14 ist bis dato KalPa. Das Team aus Kuopio liegt mit 17 Punkten aus 20 Spielen auf dem letzten Platz in der Tabelle. Auffallend ist die Heimschwäche der Mannschaft – in 11 Spielen konnte man lediglich zweimal drei Punkte einfahren.

An der Spitze der Tabelle zieht Kärpät einsam seine Kreise. 44 Punkte aus 20 Spielen – mit Ivan Hume hat man den zweitbesten Scorer und mit Jussi Rynnäs (SVS% 0.985, GAA 1.23) den besten Torhüter der Liga in der Mannschaft. Dazu gesellt sich das ligaweit beste Powerplay und das viertbeste Unterzahlspiel. Cheftrainer Lauri Marjamäki, sicherlich einer, wenn nicht der beste Trainer der Liga wird mit seinen Mannen schwer zu stoppen sein.

Die Punkteliste der Liga führt Niklas Hagman (12 G/ 9 A) an. Der 33-jährige Stürmer kehrte nach über zehn Jahren in Nordamerika und Russland wieder nach Finnland zurück, wurde im Oktober zum Spieler des Monats gewählt.

Überragend in negativer Hinsicht bisher das Auftreten von Trevor Gillies. Der Kanadier, der mehr für seine Unsportlichkeiten, als für seine hervorragenden spielerischen Qualitäten bekannt ist, sammelte in lediglich drei Spielen für seinen bisher enttäuschend agierenden Verein HIFK stolze 54 Strafminuten.

Schlecht scheint es, um die Blues aus Espoo zu stehen. Gerüchte besagen, dass der Verein am Rande der Zahlungsunfähigkeit steht. Da Jokerit nächstes Jahr bekanntlich in die KHL wechseln wird, gibt es Bestrebungen, aus den Blues ein Farmteam für den Grossklub aus Helsinki zu machen. Das letzte Wort wird dabei aber die Liga haben, und bisher scheint man von deren Seite von dieser Idee nicht besonders angetan zu sein.

Wie auch in Österreich pausiert die Liga bis zum 12.11. Finnland spielt am kommenden Wochenende den Gastgeber für die European Hockey Tour. Beim Karjala Cup in Helsinki treffen die Finnen auf Russland, Tschechien und Schweden.