Die Erste Bank Eishockeyliga startet endlich in die Post-Season. Grunddurchgang und Zwischenrunde sind gespielt und die Playoffs starten am kommenden Sonntag mit den ersten Viertelfinalspielen. THEFANBLOG hat sich die einzelnen Paarungen genauer angesehen und analysiert in einer vierteiligen Serie die anstehenden Duelle.
Heute im Blickpunkt: SAPA Fehérvár AV19 vs. TILIA Olimpija Ljubljana
Fehérvár gegen Olimpija Ljubljana: Ehemalige Prügelknaben auf dem Weg ins Semifinale
Unter schlechtem Stern steht die zweite Playoff-Paarung mit nicht-österreichischer Beteiligung. Im letzten Spiel der Platzierungsrunde ließ Ljubljanas Goalie Pintaric zwei Penalties gegen Red Bulls Salzburg ins Tor, um seinem Team einen der österreichischen Topklubs KAC oder Salzburg in der ersten Playoff Runde zu ersparen. Der Strafsenat hat auch prompt reagiert, Ljubljana mit 10.000 € Geldstrafe, den Torhüter mit sechs und Trainer Hannu Järvenpää mit vier Spielen Sperre bestraft. Die Sperre von Backup Pinataric wird für Ljubljana zu verkraften sein, wie sich das Fehlen von Järvenpää auf die Leistung des Teams auswirkt wird sich weisen. Die bisherigen Duelle standen ganz im Zeichen von Fehérvár, das fünf der sechs Partien für sich entscheiden konnte.
Topscorer gegen Kollektiv
In dieser Viertelfinalpaarung trifft der Topscorer des Grunddurchganges John Hughes von Olimpija Ljubljana, 68 Scorerpunkte aus 50 Spielen, auf das Kollektiv von Fehervar, das mit Sofron, 31 Tore, 21 Vorlagen, und Ryan, 25 Tore, 24 Vorlagen, die beiden besten Torschützen der gesamten Liga in ihren Reihen haben. Neben Sofron und Ryan sind mit Vas, 51 Punkte, und Palkovics, 49Punkte, zwei weitere Spieler in den Top Ten der Scorerwertung. Die nächsten Slowenen nach Hughes sind deutlich dahinter Taylor und Music mit 42 und 41 Punkten.
Auch bei den Torleuten ist es eine One-Man-Show auf der Seite der Slowenen. Dauerbrenner Lamoureaux im Tor der Drachen aus Laibach absolvierte 45 Spiele und hält bei dem ausgezeichneten Schnitt von 92,2% Fangquote. Fehervars Nummer 1, der Kanadier Adam Munro, kam in 38 Einsätzen zu 91,98%.
Bei Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften kann man prinzipiell von Torfestivals ausgehen. In den bisherigen sechs Spielen dieser Saison fielen nie weniger als 6 Tore und Fehérvár-Spiel grundsätzlich sehr offensiv ausgerichtet ist. Zudem sind die Verteidigungspaare oft nicht sattelfest und verlassen sich zu sehr auf ihre Torleute und die Offensive.
Zusätzliche Brisanz erhält die Paarung durch ein weiteres Aufeinandertreffen der Streithähne Chad Klassen, eine vielversprechende Neuverpflichtung, die bereits sieben Saisonen mit Torjäger Derek Ryan in Nordamerika spielte, und Bostjan Groznik von Ljubljana, die beim letzten Match aneinandergeraten waren und dafür je zwei Spiele Sperre ausfassten.
Auch in der Platzierungsrunde ist Ausgeglichenheit bei den beiden Teams Trumpf. Mit sieben Siegen aus zehn Spielen rückten die Ungarn von Platz 6 auf Platz 3 vor. Auf der anderen Seite ist Ljubljana die beste Heimmannschaft der Platzierungsrunde und gewann vier von fünf Matches auf eigenem Eis, nur das letzte ausgerechnet gegen Fehérvár ging mit 3:5 verloren.
Saisonziel erreicht
Wenn man einen Blick auf die letzten vier Saisonen wirft, muss man mit einer einzigen positiven Ausnahme feststellen, dass beide Teams bereits jetzt einen großen Erfolg zu verbuchen haben. Noch nie waren sie im Grunddurchgang so weit oben in der Tabelle klassiert. Für Fehervar, bisher eher Kanonenfutter, ist es überhaupt erst die zweite Teilnahme am Playoff. Die positive Ausnahme ist der Start der Truppe aus Slowenien in die EBEL in der Saison 2007/08, als sie erst im Finale Red Bulls Salzburg unterlegen waren. Danach blieben aber auch beim südlichen Nachbarn die Erfolge aus.
Fazit
Es wird eine denkbar knappe Entscheidung zwischen diesen beiden Mannschaften und einen Favoriten gibt es nicht. Die Tagesverfassung und die Disziplin am Eis werden über den Aufstieg in das Semifinale entscheiden.
TFB-Tipp: Féhérvár kommt in 6 Spielen weiter.
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