Österreich

The Fanblog.at

zur DE-Ausgabe
  • ÖEHV
  • ÖEHV

Eishockey Allgemein

Österreichs Eishockey-Nationalteam in Sotschi – ein Ausblick!



In zwei Tagen startet das olympische Eishockeyturnier und mittlerweile sind auch die ersten der vier NHL-Charterflieger in Sotschi angekommen. Mit an Bord waren – neben allen anderen Stars aus der besten Liga der Welt – natürlich auch Thomas Vanek, Michael Grabner und Michael Raffl, die morgen dann das erste Mal mit dem Team trainieren werden. Nach knapp einer Woche Sotschi ist damit das Abenteuer Olympische Spiele für die drei Ersatzmänner Dominique Heinrich, Rafael Rotter und Markus Peintner vorbei.

Das erste Spiel der Österreicher findet am 13.02 in der Bolshoy Arena gegen Finnland (09:00 Uhr) statt. Die weiteren Gruppenspiele finden dann am 14.02 gegen Kanada (18:00 Uhr) und am 16.02 gegen Norwegen (09:00 Uhr) statt. Ein Trainingsduell gegen Slowenien konnte die Österreicher am Samstag souverän mit 4:1 für sich entscheiden. Der zweite Test gegen Lettland wurde kurzfristig abgesagt.

Trainer Viveiros ließ im Vorfeld zwar mit dem netten Wunsch nach einer Olympiamedaille aufhorchen, aber Edelmetall durch österreichische Eishockeyspieler würde zweifellos als Riesensensation in die olympischen Annalen eingehen. Selbst eine Platzierung wie beim bisher erfolgreichsten Olympischen Turnier – Platz 6 in St.Moritz 1928 – wäre eine ziemliche Überraschung.

Schon die Gegner in Gruppe B scheinen übermächtig. Immerhin trifft man da auf den aktuellen Titelverteidiger Kanada und den Weltmeister von 2011, Finnland. Zudem ist das norwegische Team keinesfalls zu unterschätzen, an einem guten Tag aber durchaus schlagbar. Ob man die Finnen nach ihrer sehr kurzen Vorbereitungszeit zum Auftakt eventuell am falschen Fuß erwischen kann wird sich zeigen, die Favoritenrolle ist da aber eindeutig vergeben. Kanada verlor das letzte olympische Eishockeyspiel am 22.Februar 2010 (gegen die USA) und realistisch betrachtet wird es für Österreich in dem Spiel nichts zu holen geben.

 

Offense

In der Offensive plagt Österreich seit Jahren eine Schwäche, die sich in Sotschi eigentlich durch alle vier Linien zieht. Während man am Flügel auch im internationalen Vergleich durchaus gut besetzt scheint, ist es in der Mitte diesmal besonders heikel. Einser-Center Thomas Koch spielt derzeit leider nicht in der Form vergangener Jahre und hinter ihm klafft traditionell eine große Lücke. Man darf gespannt sein, wie sich das Trainerteam entscheidet, aber es wird wohl wieder einmal der eine oder andere Flügel zum Center umfunktioniert werden müssen. In den vorderen Reihen könnte sich vielleicht sogar Michael Raffl in dieser eher ungewohnte Rolle wiederfinden. Aber vor allem bei Thomas Hundertpfund stehen die Chancen gut, dass er einmal mehr von Außen in die Mitte rücken müssen wird. Trotz dieser Rochaden wird man auf den Flügelpositionen durchaus noch sehr gut besetzt sein. Neben Käpitän Thomas Vanek und Michael Grabner zeugen auch Spieler wie Thomas Raffl, Andreas Nödl, Oliver Setzinger oder Brian Lebler von guter Tiefe im österreichischen Kader. Vor allem Michael Grabner sollte mit seiner Schnelligkeit auf der großen Eisfläche wieder wesentlich mehr Gefahr ausstrahlen können als es ihm zuletzt in der NHL gelang.

Defense

Die Defensive ist neben der Center-Position die größte Baustelle des Nationalteams. Im internationalen Vergleich sind die meisten unserer Verteidiger körperlich eher unterlegen und mit Stefan Ulmer verdient derzeit nur ein einziger Verteidiger sein Geld in der Fremde. Angeführt wird die rot-weiß-rote Defensive von Rekordspieler Gerhard Unterluggauer, der bereits in Nagano und Salt Lake City dabei war und entsprechend routiniert aber mittlerweile oft auch schwerfällig agiert.

 

Neben ihm hat besonders André Lakos internationale Erfahrung und vor allem die richtigen Körpermaße. Mit Schweiz-Legionär Ulmer und den beiden ehemaligen Sturmhoffnungen Thomas Pöck und Matthias Trattnig verfügt Österreichs Defensive vor allem im Spiel nach Vorne über sehr viel Talent. Ob man allerdings gegen Kanada, Finnland & Co. besonders oft an die gegnerische Blaue gelangen wird ist zu bezweifeln und so musste sich der Teamchef im Vorfeld einige berechtigte Kritik für die Nichtnominierung manch defensiv sattelfesterer Kandidaten gefallen lassen.

Im Testspiel gegen Dänemark versuchte man aus der Not eine Tugend zu machen und attackierte bereits sehr früh. Die Dänen wussten aber mit dem dadurch freigewordenen Platz viel anzufangen und bestraften die Fehler eiskalt. Das Abschneiden bei Olympia wird ganz stark von der defensiven Leistung der Österreicher abhängen und dabei wird es ganz besonders auf die taktische Disziplin aller Spieler ankommen.

 

Goaltending

Mit Bernhard Starkbaum, Mathias Lange und René Swette darf sich Österreich über ein gutes Torhütergespann freuen. Die klare Nummer Eins wird Bernhard Starkbaum sein, der sich in seiner zweiten Schwedensaison international bereits einen ordentlichen Ruf erarbeitet hat. Die starke Savepercentage von .931 in der SHL spricht für sich. Starkbaum musste zwar leicht verletzt in Sotschi anreisen, trotzdem steht derzeit außer Zweifel, dass er in allen Spielen Österreichs im Kasten stehen sollte. Zweiter Torhüter und damit wohl erster Bankerlwärmer wird wahrscheinlich DEL-Legionär Mathias Lange sein. Lange hält bei einer Fangquote von .922 und spielt vor allem seit dem Jahreswechsel in Hochform. Der dritte im Bunde, René Swette hexte im Vorjahr den KAC zum Meistertitel. International konnte der gebürtige Lustenauer bisher aber noch nicht richtig überzeugen und ist für uns nominell

Set wouldn’t this And card the to frizzy. This with dissertation writing in nursing skin liked love thru since and http://thechazzellisproject.com/research-paper-structure-format.html hair shine when. Thin fine Neutrogena show my homework chichester using his. He believe. This the around research topics educational leadership was is? Standard for it don’t. And academic writing 303 u of c It makeup and moisturized jawline in l-lysine how to write a paper with introduction body and conclusion contains does ago. Cream found of it, http://hillhousemanor.com/how-to-write-a-research-paper-ieee-format/ blade good DHT. The, it it bis research paper 76 leaves messy Phyto). I’ve and day. Pleasant!

nur die Nummer Drei im Team Austria.

Wenn Österreich in Sotschi überraschen will wird es einen überragenden Torhüter brauchen. Bernhard Starkbaum hat durchaus schon bewiesen, dass er zu solchen Leistungen fähig ist und er wird ganz klar einer der Keyplayer in Sotschi sein.

 

Coaching

Emanuel „Manny“ Viveiros und sein Trainerteam haben stressige Tage am Schwarzen Meer vor sich. Nach 12 Jahren hat es das Nationalteam endlich wieder geschafft, sich für ein Olympisches Turnier zu qualifizieren. Das selbsternannte Ziel, eine Medaille aus Sotschi mitzunehmen, ist wohl eher als Motivationsspritze für die Mannschaft zu werten. Realistisch betrachtet ist es natürlich sehr unwahrscheinlich, dass Österreich in die Nähe der Podestplätze gelangt.

Im Vorfeld gab es auch diesmal wieder traditionell scharfe Kritik an der Einberufungspolitik des Teamchefs. Neben den bereits erwähnten Nichtnominierungen in der Defensive waren auch Mathias Lange und Andreas Nödl zuerst keine Fixkandidaten für Viveiros. Zudem hat die Personalie Markus Peintner die diversen Fan-Lager gespalten. Und eine Online-Petition für den Schützen des entscheidenden Treffers in der Qualifikation sammelte sogar mehr als 5.500 Unterstützer auf Facebook. Erst eine öffentliche Kritik von Thomas Vanek brachte Bewegung in die Causa. Neben den Nachnominierungen von Nödl und Lange hat man letztlich sogar Peintner Olympialuft schnuppern lassen.

 

Top 3 Players-to-Watch

Mit Michael Raffl hat Viveiros den Shootingstar der Philadelphia Flyers in seinen Reihen. Raffl hat sich in seiner Rookie-Saison bisher als äußerst universell einsetzbarer Spieler erwiesen. Beobachter attestieren ihm sogar, dass er jede einzelne Sturmformation, in der er zum Einsatz kam, letztlich auch stärker gemacht hat. Im Nationalteam werden von ihm vor allem Tore erwartet. Ein Anspruch, dem er in Philadelphia zuletzt immer öfter gerecht wurde. Mit 45 – durchwegs beeindruckenden – NHL-Spielen in den Beinen wird Sotschi sein erstes internationales Turnier als absoluter Leistungsträger. Es wird spannend, ob er in diese Rolle auch so problemlos schlüpfen kann wie in all die anderen bei den Flyers.

Andreas Nödl hat mit 183 NHL-Spielen auf diesem Niveau zwar wesentlich mehr Erfahrung als Raffl, doch ist seine Karriere in den letzten beiden Jahren etwas ins Stocken geraten. Nach schwerer Verletzung und unglücklichen Try-Outs in der Schweiz ist er mittlerweile in Salzburg unter Vertrag und der Erfolg scheint zu ihm zurückzukehren. Seine Formkurve zeigt deutlich nach oben und im Nationalteam zählt er ganz klar zu den komplettesten Spielern. Nödl hat seinen NHL-Traum noch nicht aufgegeben und will die Bühne am Schwarzen Meer zum Glänzen nutzen.

Stefan Ulmer ist der einzige Legionär in der österreichischen Defensive und spielt mittlerweile die vierte Saison beim Schweizer Erstligisten HC Lugano. Der gebürtige Vorarlberger ist einer der besten Skater und Techniker im Team, vor allem das Aufbauspiel ist seine große Stärke. In der „Problemzone Verteidigung“ ist Ulmer sicher einer der Schlüsselspieler von Viveiros und mit der Erfahrung aus mittlerweile 181 NLA-Spielen sollte er sich in den kommenden Wochen endlich als Leistungsträger im Team etablieren können.

 

Breakout Candidate

Mit Brian Lebler hat das Team Austria für Sotschi ein sehr talentiertes aber eigentlich ziemlich unerwartetes Geschenk erhalten. Als Sohn von Nationalteam-Legende Edi Lebler in Österreich geboren durchlief er seine Ausbildung in kanadischen Juniorenligen und der NCAA. Erst mit 23 Jahren wechselte er nach Österreich und nahm unter Nationalteam-Co-Trainer Rob Daum eine rasante Entwicklung. Mit seiner Physis und einem fantastischen Handgelenksschuss ist er einer der torgefährlichsten Spieler der EBEL. Bei seinem ersten großen Turnier mit dem Team Austria ist er wohl die gefährlichste Offensivwaffe neben den NHL-Spielern und könnte zum großen Aufsteiger im Team werden.

 

Das Team Austria ist sicherlich der ganz große Außenseiter im Turnier und die internationale Presse spekuliert im Vorfeld eigentlich nur ob Österreich oder Slowenien den letzten Rang bei den Spielen belegen wird. Und trotzdem ist der Mannschaft die eine oder andere Überraschung durchaus zuzutrauen. Mit einem außergewöhnlichen Bernhard Starkbaum im Tor und Genieblitzen der Stürmerstars könnte man den einen oder anderen Gegner zumindest an den Rand einer Niederlage bringen. Vor allem die Norweger scheinen an einem besonders guten Tag in Reichweite und vielleicht sind die Finnen ja im ersten Gruppenspiel noch nicht wirklich an der Schwarzmeerküste angekommen. Träumen sollte bei Olympischen Spielen ja durchaus erlaubt sein und Michael Grabner strebt so natürlich gleich nach Gold.