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O-Töne ForeCheck-Podcast #20 [Alpo Suhonen, Mario Lamoureux, Christoph Brandner]



In der aktuellen Ausgabe des ServusTV ForeCheck-Podcast spricht Martin Pfanner mit Alpo Suhonen (ÖEHV) über die positiven und negativen Überraschungen der Olympischen Spiele in Sotschi, VSV-Neuzugang Mario Lamoureux stellt sich vor und Experte Christoph Brandner zieht seine Olympia-Bilanz und blickt auf die aktuellen Geschehnisse in der Liga.

 

 

Alpo Suhonen (Sportdirektor ÖEHV) ab 0:35 im O-Ton…

 

…über seine Olympia-Bilanz:

Vor den olympischen Spielen war es unser Ziel gegen Finnland und Kanada gut zu spielen und hoffentlich gegen Norwegen zu gewinnen. Und das haben wir gemacht. Aber dann war es eine große Überraschung, dass Slowenien unser Gegner im vierten Spiel war. (…) Eigentlich hatten wir die Chance weiter zu kommen, weil es durchaus realistisch war gegen Slowenien zu gewinnen. Das ursprüngliche Ziel, wenigstens mein persönliches, haben wir erreicht. Zumindest bis zum Slowenien-Spiel.

…über seinen Sturz bei der olympischen Eröffnungsfeier:

(Lacht) Ich habe gefilmt und ich bin kein professioneller Filmemacher. Aber ich habe meine Kamera verloren, wollte sie aufheben und dann bin ich gefallen. Aber es war der beste Platz im Stadion, sogar besser als der von Putin.

 

…darüber wer ihm am Eis besonders positiv bzw. negativ aufgefallen ist:

Wir haben einige Spieler, die überraschend gut gespielt haben und einige waren enttäuschend. (…) Eine schöne Überraschung war Michael Grabner mit seinen 5 Toren. (…) Und dann haben wir gegen Norwegen mit Mathias Lange gespielt und auch er hat sehr gut gespielt, auch das war eine sehr schöne Leistung. Aber defensiv haben wir gar nicht gut gespielt. (…) Gewisse ältere Spieler haben nicht so gespielt wie unsere Erwartungen waren. 

Ich weiß nicht warum Vanek – ich will nicht sagen, dass er schlecht gespielt hat – aber er war ab und zu ein wenig verloren. Bei der Weltmeisterschaft 2013 in Helsinki war Vanek sehr gut, sogar einer der besten Stürmer im Turnier und jetzt hatte er nicht dieses Niveau.

…darüber inwieweit die „Partynacht“ eine Rolle beim Aus gegen Slowenien gespielt hat:

Eigentlich ist das (Olympia-Aus) eine Reflektion dieser Einstellung. Ich weiß, dass mehr oder weniger jeder Spieler ein paar Bier getrunken hat. (…) Aber besoffen sein, nicht genug schlafen, das ist eine Reflektion von schlechter Einstellung (…) Ich glaube es war ein Signal, dass das österreichische Eishockey mental und moralisch noch nicht in der Lage ist auf höherem Niveau bzw. solche Turniere zu spielen.

…über die Lehren, die der ÖEHV bisher aus der Affäre ziehen konnte:

In diesem Moment, in der heutigen Welt, war es eine große Überraschung. Ich habe das letzte Mal so etwas in den 80er, 90er Jahren gesehen. (…) Grundsätzlich ist das Problem der individuelle Respekt der Spieler. Wenn der Spieler Respekt gegenüber seiner Arbeit und Profession hat und ein Profi ist, muss dort alles beginnen. Wir können stundenlang über Disziplin sprechen, aber die Verantwortung eines Spielers ist das wichtigste Element, um eine gute Mannschaft zu bauen.  Ich kenne zum Beispiel die finnische Mannschaft: Sie sind ein kleines Land und klar haben sie gute Spieler, aber wie sie gespielt haben (…) sie haben sicher 100% Commitment gehabt zu spielen und sie gewinnen gegen Russland in Sotschi (…) das kann man nicht mit schlechter Einstellung machen.“. 

…über seine nächsten Projekte:

Wir haben nur noch wenig Zeit für die WM-Vorbereitung. (…) Am 15. April fahren wir bereits nach Südkorea. Nächste Saison schaffen wir dann eine neue – von uns so genannte – „Zukunftsmannschaft“.  Mit den besten 15-, 16- & 17-Jährigen machen wir eine neue Nationalmannschaft und für diese besten, talentiertesten Jungen machen wir ein spezielles Turnier. Und dann (…) müssen wir für die nächsten vier Jahre, für die Olympiade, ein ganzheitliches Programm machen 

 

Mario Lamoureux (Forward EC VSV) spricht ab 23:06… 

…darüber wie es zu seinem Engagement in Villach gekommen ist:

I’ve been talking to my brother  (VSV-Torhüter J.P. Lamoureux, Anm.) a little bit about potentially coming over to Europe. I know a lot of  guys that have played in Europe and different countries and they’ve had  good experiences. I felt like I wasn’t getting the opportunity to move up in North America. My brother just  got the ball rolling a little bit and it was Villach.  Things kinda escalated, I talked to the managment here and things worked out and I couldn’t be happier about being here and trying to help the team moving forward. 

…darüber, ob auch über eine Option für eine Vertragsverlängerung über die Saison hinaus gesprochen wurde:

We haven’t really gotten to that topic yet. (…) I wanna come in and perform no matter what the situation is, play as well as possible and try to help the team any way I can. If the situation is right for next year and they’re interested from managment side that definitely would be a strong possibility, but I kinda take things day by day. When the season’s done I guess we’ll re-evaluate where things are at. And if the situation’s right for both sides it’s definitely somewhere I could see myself being again. 

 

Christoph Brandner (ServusTV-Experte) spricht ab 44:14… 

…über die „Partynacht“ einiger ÖEHV-Teamspieler:

Man darf nicht vergessen: Man hat das Turnier jetzt nicht wirklich großartig gespielt. Man hat einen Sieg gegen Norwegen und dann gleich so auf den Putz zu hauen – vor allem wenn man 24 Stunden später so ein Spiel hat – ist nicht die richtige Einstellung und auch gegenüber den Spielern die zu Hause geblieben sind oder gern dabei gewesen wären nicht sehr kollegial, um es freundlich zu sagen..

…über die Konsequenzen die er ziehen würde, wenn er ÖEHV-Teamchef wäre:

Man muss ja bedenken – und ich sehe das als U20-Assistant Coach – was für ein Beispiel gibt man den jungen Spielern damit, wenn man das einfach unter den Teppich kehrt und sagt ‚Naja, die waren halt fort, es war eine kleine Lappalie‘. Wir müssen darauf auch großen Wert legen dass die Spieler bei Turnieren keinen Alkohol trinken und sich profimäßig verhalten. Und wenn das dann von ganz oben so gehandhabt wird, dass es ein Kavaliersdelikt ist, dann wird’s schwierig. Und deswegen glaube ich, dass gewisse Strafen sein müssen. 

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