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EBEL

Ich bin verwirrt! – ein Kommentar von Herbert Orthacker



Eines bitte gleich vorweg. ich schreibe diesen Artikel als Privatperson. Es geht hier nicht um die Graz99ers, meine Tätigkeit als Spieloffizieller oder um Schiedsrichter, deren Arbeit am Eis in höchstem Maße Respekt verdient. Es geht einzig um mich, Herbert Orthacker. Wieso? Laut einer Stellungnahme der EBEL-Rechtskommission bin ich verwirrt!

Aber alles von Anfang an: Wir sprechen vom Spiel der Graz99ers gegen Zagreb am 4.11.2012. Die Spieluhr zeigt 32:02 und es kommt zu einer Rauferei aus der fünf (5) große Strafen resultieren. So weit so gut, oder aber nicht ganz. Nun komme ich ins Spiel, denn meine Aufgabe war es, die Nummern der bestraften Spieler zu notieren: Graz: 5 Match, 8 GA-MI und 72 GA-MI. Zagreb 17 GA-MI und 7 GA-MI (Match=Matchstrafe und GA-MI=Spieldauerdisziplinarstrafe). So stand es auf dem Notizblock des Schiedsrichters und so hat er es mir auch gesagt. Ich habe diese Nummern an die Strafbank zum Gegencheck weiter gegeben. Noch in derselben Unterbrechung habe ich das Schiedsrichterteam darüber informiert, dass es bei Graz keine Nummer 8 und bei Zagreb keine Nummer 17 gibt.

Doch das habe ich offensichtlich doch nicht getan. Denn das Spiel wurde fortgesetzt, ohne dass alle bestraften Spieler, von denen es zwei gar nicht gab, das Eis verlassen haben. Und nun zitiere ich aus der Urteilsbegründung:

Warum #48 von Zagreb und #17 von Graz nicht direkt vom Eis in die Kabine geschickt wurden, ist nicht feststellbar (ob auf Grund einer Verwirrung der Schiedsrichter, der Zeitnehmer oder einer missverständlichen Kommunikation der beiden Trainer).

Da nur mir die Nummern angesagt wurden, kann ich die anderen Zeitnehmer getrost in Schutz nehmen, damit war ich also der einzig Verwirrte der Zeitnehmer. Mich würde nun interessieren, wie die Rechtskommission dazu kommt, mich als verwirrt zu bezeichnen? Es gibt sechs (6) Zeugen auf der Zeitnehmerbank, die bestätigen können, dass ich die Schiedsrichter darüber informiert habe, dass hier etwas nicht stimmt.

Wieso werde ich nun öffentlich von der Rechtskommission diskreditiert? Wieso begeht die Rechtskommission hier quasi einen Rufmord an mir? Falls sich nun jemand fragen sollte, ob ich mich nicht zu dem Abend geäußert habe: Ich habe am Montagabend (5.11.2012) einen detaillierten Bericht an die Kommission gesendet, da ich von derselben dazu aufgefordert wurde.

Jeder Mensch darf Fehler machen. Das weiß ich, weil ich schon einige in meinem Leben gemacht habe und es passieren eben manchmal Fehler. Jeder sollte aber zu seinen Fehlern stehen können. Die EBEL und der ÖEHV sehen dies jedoch scheinbar anders und patzen dafür zum wiederholten Mal lieber andere an.

Kommentare sind, sofern sie den Umgangsformen entsprechen, natürlich gerne gesehen. Beste Grüße, eine verwirrte Person.

 

ZUM AUTOR 

Herbert Orthacker ist selbständig im Bereich eLearning tätig und unterstützt seit 1999 in seiner Freizeit die Graz99ers als Spieloffizieller. Dabei ist er unter anderem für die Betreuung des Schiedsrichterteams vor und nach den Spielen zuständig. Zusätzlich wird er oft auch auf der Zeitnehmerbank in den unterschiedlichsten Funktionen eingesetzt und ist dabei quasi mitten im Geschehen. Als Insider im osteuropäischen Eishockey und der EBEL gehört er seit Jahren zum Kernteam von THEFANBLOG und schreibt regelmäßig unter dem Synonym „oha“.