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BodyOfficer 019: Querfortsatzfraktur



Matthias Iberer vom EHC Linz hat es schlimm erwischt. Neben einer Gehirnerschütterung erlitt er im Spiel gegen den Villacher SV am 02.11.2014 auch mindestens 4 Querfortsatzfrakturen. Was ist das und was bedeutet das?

Bei einer Querfortsatzfraktur brechen die Querfortsätze im wahrsten Sinne des Wortes vom Wirbelkörper ab (siehe Grafik).

Querfortsatzfraktur, Quelle: inlife.de

 

Der Rest des Wirbelkörpers bleibt dabei aber stabil. Das bedeutet, es besteht keine Gefahr für das Rückenmark oder die Bandscheibe. Besonders zu erwähnen ist noch, dass an den Querfortsätzen Muskeln ansetzen, die für die Bewegung der Wirbelsäule verantwortlich sind. Eine hunderprozentige Heilung ist daher essenziell für die Wiederaufnahme von sportlichen Aktivitäten.

Normalerweise können Querfortsatzfrakturen konservativ – sprich ohne OP – behandelt werden. Voraussetzung dafür ist die entsprechende Lage der Bruchstücke.

Die erste Phase nach der Verletzung steht im Zeichen der Schmerzlinderung und der Schonung. Erst nach erfolgter Knochenheilung (ca. 6 Wochen) kann wieder mit aktiver Bewegung bzw. gezieltem Aufbautraining begonnen werden.

Wie lange ein Spieler mit einer derartigen Verletzung ausfällt, kann nicht seriös vorhergesagt werden, da verschiedene Faktoren den Heilungsprozess beeinflussen.