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Artikel von Alex Pinter [thescout]


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EBEL Specials

Was sind die KYOCERA Performance Indizes?

Das Team von THEFANBLOG hat über die vergangenen beiden Saisonen neue Berechnungsmodelle mit starkem US-Touch entwickelt. Wir arbeiten mit einem standardisierten Bewertungssystem, um die gezeigten Leistungen von Spielern und Teams der Erste Bank Eishockey Liga objektiver zu beurteilen: Wie gut ist jeder einzelne Spieler? Wie wichtig ist er für sein Team?  Wie gut ist die Leistung jedes einzelnen Teams pro Woche? Wie stehen sie im direkten Vergleich zueinander?  Auf Basis der KYOCERA-Kennzahlen Player Performance Index (PPI) sowie Team Performance Index (TPI) wird Runde für Runde eine Auswahl der sechs auffälligsten Spieler (Team der Runde) und eine Reihung der zwölf Liga-Teams (Power Ranking) erstellt. Die aktuelle Top 12 der Top-Performer aus der EBEL gibt’s außerdem im Player Ranking. EBEL Player Performance Index (PPI) Der Player Performance Index (PPI) ist ein Zahlenwert, mit dem wir die gezeigten Leistungen einzelner Spieler transparent abbilden können. Basis unseres PPI-Modells ist eine umfangreiche statistische Aufbereitung der Spiele der Erste Bank Eishockey Liga. Über Ableitungen und Re-Kalkulationen basiert der PPI auf einer Kombination aus 23 (Goalies) bis 31 (Feldspieler) verschiedenen Kennzahlen, die für jeden Spieler in jedem einzelnen Spiel berechnet und gewichtet werden. EBEL Team Performance Index (TPI) Der Team Performance Index (PPI) ist ein Zahlenwert, mit dem wir die gezeigten Leistungen aller EBEL-Teams transparent abbilden können. Basis unseres TPI-Modells sind die PPIs der einzelnen Spieler,...

International Interviews

Interview mit NHL-Agent Christoph Graf

Nur allzu häufig wird im Österreichischen Eishockey der Vorbildcharakter des Schweizer Systems ins Treffen geführt. Ein Bereich, auf den das in jedem Fall zutrifft, ist jener der Spielerberatung. Als einer von wenigen europäischen Kollegen ist Christoph Graf ein von der Spielergewerkschaft der NHL lizensierter Spieleragent. Über den Aufbau seines Unternehmens, die Eigenheiten seiner Tätigkeit und die Unterschiede zwischen Nordamerika und Europa spricht er im THEFANBLOG.at-Interview mit Alex Pinter. TFB: Herr Graf, Sie arbeiten seit knapp acht Jahren als Spieleragent. Welche Fähigkeiten muss man für diesen Beruf mitbringen? Graf: Ich denke, dass Spieleragenten keinen einheitlichen Background haben. Einige sind Verkäufer, haben früher ganz andere Dinge an den Mann gebracht als Sportler, vielleicht elektronische Geräte oder Schuhe, andere kommen eher von der juristischen Seite und viele natürlich direkt vom Sport bzw. aus der Szene. Das heißt, sie waren selbst Spieler, Funktionäre oder – wie ich – Journalisten. Ich habe vor meiner Zeit als Spieleragent die Sportredaktion der größten Schweizer Tageszeitung (Anm.: Blick) geleitet. TFB: Wann starteten Sie Ihre Agentur „4Sports & Entertainment”? Wie kann man sich die Aufbauphase einer solchen Sport- bzw. Sportleragentur vorstellen? Graf: Der Start für 4Sports & Entertainment erfolgte 2004. Die Anfangszeit war extrem spannend, intensiv und abwechslungsreich. Zu...

International Interviews

Interview mit NHL-Agent André Rufener

Für Schweizer Nachwuchstalente, die in die NHL wollen, gibt es keinen besseren Spielermanager. Zumindest zeigen das die imposanten Stats von NHL-Spieleragent André Rufener. So managt er neben den Erstrunden-Drafts Luca Sbisa (Anaheim Ducks) und Nino Niederreiter (NY Islanders) auch Prospect Sven Bärtschi (Calgary Flames). Rufener ist einer von 158 von der NHL-Spielergewerkschaft zugelassenen Agenten. Interessant ist weiters, dass er – wann immer möglich – alle Einsätze seiner US-Klienten live verfolgt. Über seinen Arbeitsalltag, das Potential seiner Agentur-Aushängeschilder und den hart umkämpften Schweizer Markt, spricht der erfolgreichste Spieleragent der Schweiz im thefanblog.at-Interview mit Alex Pinter. TFB: Herr Rufener, Sie sind mit Ihrer Agentur Rufener Hockey selbstständig und ein aufgehender Stern in der Spielerberaterszene. Welche Skills braucht man aus Ihrer Sicht, um im Agenten-Business erfolgreich zu sein?  Rufener: Ich denke in erster Linie fundierte Kenntnisse des Spiels. Dass ich 15 Jahre lang professionell gespielt und sehr viele Situationen selber durchlebt habe, kommt meinen Spielern sicher zugute. Natürlich ist auch Verhandlungsgeschick enorm wichtig. Und selbstverständlich harte Arbeit und Diskretion. TFB: Das Agentur-Business läuft stark über Netzwerkeffekte, viele Agenten arbeiten mit Partneragenturen in Europa und in den USA zusammen. Wie sieht diese Zusammenarbeit aus? Rufener: Es bestehen nur lose und bedarfsorientierte Partnerschaften. Ich bleibe auf diese...

International Interviews

Interview mit NHL-Scout Bernd Freimüller

Lange bevor 2002 mit Reinhard Divis erstmals ein österreichischer Spieler in der NHL zum Einsatz kam, ereilte den Wiener Bernd Freimüller der Ruf aus der stärksten Liga der Welt. Bis 2011 arbeitete er 13 Jahre lang er als Europa-Scout der Atlanta Thrashers.  Über seine Arbeitsgewohnheiten, die Herausforderungen bei der Talentsuche und die international untergeordnete Bedeutung des österreichischen Nachwuchshockeys spricht der NHL-Scout im thefanblog.at-Interview mit Alex Pinter.  TFB: Herr Freimüller, Nachwuchsscouting ist ein komplexes Themenfeld. Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen, die ein Scout zu bewältigen hat? Freimüller: Die gleichen wie schon seit Jahrzehnten: Spieler im Alter von 17 bis 19 Jahren zu bewerten und einzuschätzen, ob und wie sie Jahre später in der besten Liga der Welt spielen können. Körperlich und mental muss man stark projizieren, von der spielerischen Entwicklung einmal abgesehen. In den dazwischen liegenden Jahren gibt es irrsinnig viele Imponderabilien, die man nur sehr schwer abschätzen kann. Es ist ungefähr so, wie wenn man bei einem Schüler im Maturajahr die berufliche Laufbahn vorhersagen soll. Neben harter Arbeit kommt dann ein gewisses Bauchgefühl dazu. Ein Scout muss ein bisschen ein Hellseher sein, so hart er auch arbeiten mag! TFB: Sie suchten über Jahre nach vielversprechenden Talenten, die das...

EBEL Specials

World Juniors (Preview Gruppe B)

Offizieller Kick-off zu den diesjährigen World Juniors in Alberta (Edmonton und Calgary), Kanada: Die U20-Weltmeisterschaft wird vom 26. Dezember 2011 bis 5. Jänner 2012 ausgetragen. Gespielt wird im Rexall Place (Heimarena der Edmonton Oilers) sowie im Scotiabank Saddledome (Heimarena der Calgary Flames). An den World Juniors nehmen 10 Teams teil, die in zwei Gruppen zu je fünf Teams spielen. Aktueller Titelverteidiger ist Russland (Gruppe A), die beiden Aufsteiger sind Lettland (Gruppe A) und Dänemark (Gruppe B). Hier eine kurze Vorschau auf die Teams aus Gruppe B: Kanada (2), USA (3), Finnland (6), Tschechien (7) und Dänemark (12).   Kanada (Gastgeber) Head Coach: Don Hay Im vergangenen Jahr: Die Kanadier mussten im Vorjahr eine bittere 5:3 Niederlage im Finale gegen die Russen hinnehmen – und das trotz 3:0 Führung im 3. Drittel. Die zwei überragenden Akteure sind heuer nicht mehr dabei: Flyers-Prospect Brayden Schenn (bester Spieler des WM-Turniers) sowie Kapitän Ryan Ellis (bester WJC-Verteidiger). Schenn stellte sogar einen (historischen) WJC-Rekord ein: 18 Punkte (8+10) in 7 Spielen, 2.57 Punkte/Spiel. Unfassbare Stats. NHL Prospects: Die Liste an früheren Erstrunden-Pics ist lang – in Summe sind es sechs Stürmer, fünf Verteidiger und ein Torhüter, die den WM-Kader des Gastgebers schmücken: Jonathan Huberdeau (Florida, 2011), Ryan Strome (NY Islanders, 2011), Mark Scheifele (Winnipeg, 2011), Jaden Schwartz (St. Louis, 2010), Brett Connolly (Tampa Bay, 2010), Quinton Howden (Florida, 2010), Nathan Beaulieu (Montreal, 2011), Dougie Hamilton (Boston,...

EBEL Specials

World Juniors (Preview Gruppe A)

Offizieller Kick-off zu den diesjährigen World Juniors in Alberta (Edmonton und Calgary), Kanada: Die U20-Weltmeisterschaft wird vom 26. Dezember 2011 bis 5. Jänner 2012 ausgetragen. Gespielt wird im Rexall Place (Heimarena der Edmonton Oilers) sowie im Scotiabank Saddledome (Heimarena der Calgary Flames). An den World Juniors nehmen 10 Teams teil, die in zwei Gruppen zu je fünf Teams spielen. Aktueller Titelverteidiger ist Russland (Gruppe A), die beiden Aufsteiger sind Lettland (Gruppe A) und Dänemark (Gruppe B). Hier eine kurze Vorschau auf die Teams aus Gruppe A: Russland (1), Schweden (4), Schweiz (5), Slowakei (8) und Lettland (11).   Russland (Titelverteidiger) Head Coach: Valery Bragin Im vergangenen Jahr: Die Russen gewannen in beeindruckender Art und Weise im Finale gegen Kanada als sie im 3. Drittel noch einen 0:3 Rückstand egalisierten. Yevgeni Kuznetsov führte sein Team durch drei Assists (GWG durch Artemi Panarin) zu einem 5:3 Finalsieg. Es war Russlands erster Titelgewinn bei den World Juniors seit 2003.  NHL Prospects: Mit Washington Capitals Prospect Yevgeni Kuznetsov kehrt nur ein “Young Gun” aus dem Siegerteam vom Vorjahr zurück. 2011er Erstrunden-Pic Vladislav Namestnikov (Tampa Bay Lightning) konnte die Coaching Staff in der Vorbereitung nicht ganz überzeugen und wurde – überraschenderweise – letzten Freitag aus dem U20-Kader gestrichen. 2012 Draft Prospects: Mit Left Winger Nail Yakupov...

International Interviews

Interview mit NHL-Scout Thomas Roost

Als absoluter Insider gewährt der Zürcher Thomas Roost einen Blick hinter die Kulissen der Scouting-Arbeit. Spieler wie Marián Gáborík, den er bereits mit 15 als potentiellen NHL-Spieler identifizieren konnte, hat er als einer der ersten Scouts ins Radar der NHL-Teams gerückt. Über Insights in den Ablauf des Scoutings, die nächste Welle an NHL-Stars und seine Einschätzungen zum österreichischen Eishockey spricht der NHL-Scout im thefanblog.at-Interview mit Alex Pinter. TFB: Herr Roost, Sie scouten aktuell für das NHL Central Scouting Bureau und einzelne Clubs. Wie sind Sie generell zum Scouting gekommen? Roost: Korrekt, ich scoute seit 15 Jahren für Central Scouting Europe (NHL), seit drei Jahren bin ich zudem Consultant beim SC Bern bzw. seit dem Vorjahr auch beim EHC Biel. Zum Scouting bin ich über mein Interesse und die Leidenschaft für den Eishockeysport gekommen. Das Draft- und Trade-System im US-Profisport hat mich immer schon fasziniert. Zentral war auch die für mich ungelöste Frage, welche Beobachtungen bei jungen Spielern zu welchen Rückschlüssen hinsichtlich ihrer möglichen Profikarriere führen. TFB: Und dann kam wahrscheinlich ungeplant ein Erstkontakt zu einem Scout namens Göran Stubb zustande… Roost: Nein, ungeplant nicht. Ich bin auf meine eigene Initiative mit Scouts in Kontakt getreten, die mich glücklicherweise mit Infos und Erklärungen...

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